Wärmepumpe vor dem Winter?Sichern Sie sich jetzt einen Einbautermin für 2026.

Viele Haushalte, die eine Wärmepumpe planen, haben zu Beginn die gleichen Fragen: Wie lange dauert das alles? Was müssen wir selbst tun? Was passiert Schritt für Schritt? Dieser Artikel gibt Ihnen einen ehrlichen Überblick über den gesamten Ablauf – von der ersten Kontaktaufnahme bis zu dem Moment, in dem die Anlage läuft und die Bedienperson erklärt bekommt, wie sie die Heizung einstellt.

Hinweis: Jedes Gebäude und jeder Haushalt ist anders. Der hier beschriebene Ablauf gilt für einen typischen Austausch einer Bestandsheizung im Einfamilienhaus. Ihr konkreter Zeitplan kann abweichen – wir besprechen das beim Vor-Ort-Termin offen mit Ihnen.

Phase 1: Erstkontakt und Terminvereinbarung

Der erste Schritt ist einfach: Sie nehmen Kontakt auf – per Telefon (089 41629205), über das Kontaktformular oder über unseren Konfigurator, in dem Sie bereits ein paar Eckdaten zu Ihrem Gebäude eingeben können.

Wir melden uns in der Regel binnen eines Werktages zurück und vereinbaren einen Termin für den Vor-Ort-Besuch. Dieser kostenlose Termin ist die Grundlage für alles Weitere – ohne eine echte Begehung des Gebäudes können wir keine seriöse Planung oder ein verbindliches Angebot erstellen.

Phase 2: Kostenloser Vor-Ort-Termin

Der Vor-Ort-Termin dauert je nach Gebäude typisch 60 bis 90 Minuten. Was passiert dabei?

Aufnahme des Gebäudes und der technischen Situation

Unser Fachmann schaut sich Folgendes an:

Auf Basis dieser Daten berechnen wir die Heizlast Ihres Gebäudes nach DIN EN 12831. Das ist die Grundlage für eine korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe.

Was Sie vorbereiten können

Damit der Termin möglichst effizient ist, helfen folgende Unterlagen (falls vorhanden – kein Muss):

Wenn Sie diese Unterlagen nicht griffbereit haben, ist das kein Problem. Erfahrene Fachleute können viele Punkte auch aus der Begehung ableiten.

Offene Fragen besprechen

Der Vor-Ort-Termin ist keine Präsentation, sondern ein Gespräch. Stellen Sie alle Fragen, die Sie beschäftigen: Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Haus? Wie laut ist sie? Was kostet der Betrieb? Können Sie eine PV-Anlage integrieren? Wir beantworten alles – ohne Druck.

Phase 3: Planung und Angebot

Nach dem Vor-Ort-Termin erarbeiten wir die konkrete technische Planung:

Das Ergebnis ist ein detailliertes Festpreisangebot, das alle Leistungen enthält – Gerät, Montage, hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme und Einweisung. Keine versteckten Kosten.

Wir übergeben das Angebot typisch innerhalb einer Woche nach dem Vor-Ort-Termin.

Wichtig: Unterschreiben Sie das Angebot erst, nachdem Sie den Förderantrag bei der KfW gestellt haben und die Zusage erhalten haben. Sonst verlieren Sie den Anspruch auf die staatliche Förderung. Details dazu in unserem Artikel Förderung Schritt für Schritt beantragen.

Phase 4: Förderantrag und Auftragserteilung

Sobald Sie das Angebot haben, können Sie den Förderantrag bei der KfW stellen. Das geht online über das KfW-Zuschussportal. Wir unterstützen Sie dabei und stellen alle technischen Unterlagen bereit, die für den Antrag nötig sind.

Nach der KfW-Zusage – die in der Regel einige Tage bis wenige Wochen dauert – erteilen Sie uns den Auftrag. Jetzt geht es in die Produktionsplanung.

Phase 5: Materialbeschaffung und Terminplanung

Nach Auftragserteilung bestellen wir die Geräte und stimmen den Montagetermin mit Ihnen ab. Die Lieferzeiten hängen vom Modell und der aktuellen Verfügbarkeit ab. Als Orientierung: Gängige Geräte wie Daikin Altherma 4 oder Buderus Logatherm sind in der Regel innerhalb von 2–6 Wochen lieferbar – in Stoßzeiten (z. B. Frühjahrssaison) kann es länger dauern.

Gleichzeitig stimmen wir die Arbeit mit ggf. benötigten Gewerken ab: Der Elektriker für den Netzanschluss der Wärmepumpe, ggf. der Schornsteinfeger für die Abmeldung der alten Heizung.

Phase 6: Montage

Die eigentliche Montage dauert für einen typischen Austausch im Einfamilienhaus 2 bis 4 Arbeitstage, je nach Komplexität. Was in dieser Zeit passiert:

Typischer Montageablauf (Orientierung):

Tag 1 – Demontage und Vorbereitung: Die alte Heizung wird außer Betrieb genommen und demontiert (oder für die Übergangszeit noch belassen, falls das System es erlaubt). Leitungsführung wird vorbereitet, Wanddurchbrüche für Außengerät-Leitungen werden gesetzt.

Tag 2 – Installation Außengerät: Das Außengerät wird am Aufstellort montiert und befestigt. Kältemittelleitungen werden verlegt und mit dem Innengerät verbunden. Dieser Schritt erfordert speziell zertifizierte Fachleute (Kälteschein).

Tag 3 – Hydraulik und Innengerät: Der Speicher und die Hydraulikgruppe werden installiert. Anbindung an das bestehende Rohrsystem. Hydraulischer Abgleich aller Heizkreise.

Tag 4 – Elektrik, Inbetriebnahme, Einweisung: Elektrischer Anschluss (in Abstimmung mit Elektriker), Befüllung und Entlüftung, erste Inbetriebnahme, Funktionsprüfung, Einstellung aller Parameter, Einweisung der Bewohner.

Was Sie während der Montage wissen sollten

Phase 7: Inbetriebnahme und Einweisung

Am letzten Montagetag nehmen wir die Anlage gemeinsam mit Ihnen in Betrieb. Was Sie dabei erfahren:

Sie erhalten außerdem alle Unterlagen zur Anlage: Herstellerdokumentation, Übergabeprotokoll, hydraulisches Abgleich-Protokoll (nötig für den KfW-Verwendungsnachweis) und die Wartungsempfehlungen.

Phase 8: Verwendungsnachweis und Auszahlung

Nach der Installation reichen Sie mit unserer Unterstützung den Verwendungsnachweis bei der KfW ein. Wir stellen alle technischen Nachweise bereit. Nach Prüfung durch die KfW erfolgt die Auszahlung des Zuschusses auf Ihr Konto.

Wie lange dauert das alles?

Als grobe Orientierung:

SchrittTypische Dauer
Erstkontakt bis Vor-Ort-Termin1–2 Wochen
Vor-Ort-Termin bis Angebotca. 1 Woche
Angebot bis KfW-Zusage2–4 Wochen
Auftragserteilung bis Montagetermin4–8 Wochen (je nach Verfügbarkeit)
Montage2–4 Arbeitstage
Verwendungsnachweis bis Auszahlung4–8 Wochen
Gesamt (Orientierung)3–6 Monate

Diese Zeitangaben sind Richtwerte und können je nach Auftragslage, Geräte-Lieferzeiten und Jahreszeit variieren. In der Heizungsaustausch-Hochsaison (März–Juni) ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Was kostet die Installation?

Die Installationskosten hängen von der Anlagengröße, dem gewählten Gerät, dem Aufwand für die Hydraulik-Einbindung und eventuellen Sonderleistungen (z. B. Wanddurchbrüche, besondere Leitungsführungen) ab. Wir arbeiten mit Festpreisangeboten – was im Angebot steht, ist der Endpreis. Keine Nachträge, keine Überraschungen.

Einen allgemeinen Überblick über Kosten und Wirtschaftlichkeit finden Sie im Artikel Wärmepumpe: Kosten & Wirtschaftlichkeit.

Nach der Installation: Was kommt als nächstes?

Die Inbetriebnahme ist nicht das Ende, sondern der Beginn des effizienten Betriebs. In den ersten vier bis acht Wochen nach der Installation lohnt es sich, die Anlage etwas genauer im Blick zu behalten:

Heizkurve nachjustieren: Die bei der Inbetriebnahme eingestellte Heizkurve ist eine informierte Ausgangsbasis. Im Alltag zeigt sich schnell, ob Räume zu warm oder zu kalt werden. Oft ist eine kleine Korrektur der Kurvensteigung sinnvoll. Das können wir remote (per App) anpassen oder beim ersten Wartungsbesuch erledigen.

Warmwasserprogramm prüfen: Läuft das Warmwasser zu den gewünschten Zeiten? Ist die Legionellenschutzschaltung so terminiert, dass sie PV-Überschuss oder Tageszeiten mit milden Außentemperaturen nutzt? Das zeigt sich erst nach einigen Wochen im Regelbetrieb.

Energieverbrauch beobachten: Viele Regler zeigen täglich oder wöchentlich den Stromverbrauch an. Weicht er stark von den Erwartungen ab, ist das ein früher Hinweis auf Optimierungspotenzial. Sprechen Sie uns an – wir lesen die Betriebsdaten aus und bewerten sie.

Jährliche Wartung empfohlen

Wir empfehlen eine jährliche Wartung, bei der wir:

Ein gut gewartetes System arbeitet effizienter, hält länger und gibt Ihnen Sicherheit. Details und Termine unter Wartung.

Förderantrag abschließen

Vergessen Sie nicht den letzten Schritt im Förderprozess: den Verwendungsnachweis bei der KfW einzureichen. Wir erinnern Sie daran und stellen alle Unterlagen bereit. Ohne diesen Schritt erfolgt keine Auszahlung.

Häufige Fragen

Müssen wir während der Montage zu Hause sein?

Für die ersten Abstimmungen und die abschließende Einweisung ja. Während der reinen Montagezeit können Sie Ihren normalen Tagesablauf weitgehend einhalten – unsere Monteure arbeiten selbständig. Wichtig ist, dass ein Ansprechpartner erreichbar ist und Zugang zu allen Räumen möglich ist.

Können wir in der Zeit der Montage duschen und heizen?

In der Regel unterbrechen wir die Warmwasserversorgung nur für einige Stunden. Bei der Heizung planen wir die Montage so, dass die Unterbrechung möglichst kurz ist. In der Übergangszeit kann ein vorhandener Elektro-Heizlüfter oder das zeitweise Weiterbeheizen mit der alten Anlage helfen – das besprechen wir individuell.

Was ist, wenn bei der Installation unvorhergesehene Probleme auftauchen?

Das kommt vor – etwa wenn die Elektrik nicht für die neue Anlage ausgelegt ist oder Rohrleitungen in schlechterem Zustand sind als erwartet. Wir kommunizieren solche Punkte sofort und transparent, klären die Optionen und sprechen Mehrkosten vorher mit Ihnen ab. Keine Überraschungen auf der Rechnung.

Nehmt ihr die alte Heizung mit?

Ja, die Demontage und fachgerechte Entsorgung der alten Heizung ist bei uns standardmäßig Teil des Auftrags. Kältemittel aus einer alten Klimaanlage oder Wärmepumpe muss von zertifizierten Fachleuten fachmännisch abgesaugt werden – das erledigen wir.

Wann sollten wir mit der Planung beginnen?

So früh wie möglich. Wer im Frühjahr oder Frühsommer plant, ist für die folgende Heizsaison gewappnet. Wer im Herbst anfängt, kann in Kapazitätsengpässen enden. Faustregel: Mit dem Erstkontakt mindestens 4–6 Monate vor dem gewünschten Fertigstellungstermin beginnen.

Ihre persönliche Frage ist noch offen? Wir antworten ehrlich.

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