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Wir werden oft gefragt, wie ein Wärmepumpen-Projekt bei uns konkret abläuft – besonders wenn es sich um ein älteres Gebäude handelt. Altbau und Wärmepumpe: In vielen Köpfen klingt das nach einer Kombination, die entweder teuer, aufwendig oder schlicht nicht möglich ist. Die Realität, die wir täglich in der Region München erleben, ist deutlich nüchterner – und in vielen Fällen überraschend unkompliziert.

Dieser Beitrag beschreibt einen typischen Projektablauf, wie wir ihn in Bestandsgebäuden der Region immer wieder umsetzen. Keine erfundenen Einzelheiten, keine aufgebauschten Zahlen – sondern das, was einen durchschnittlichen gut verlaufenden Auftrag ausmacht.

Die Ausgangslage: Was in vielen Altbauten der Region gilt

In der Region München finden wir häufig Gebäude aus den 1960er bis 1990er Jahren vor: Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften mit gemischter Dämmqualität, einer alten Gas- oder Ölheizung, und einem Heizsystem, das auf Vorlauftemperaturen von 60 bis 75 Grad ausgelegt wurde. Oft gibt es ältere Flachheizkörper oder Radiatoren – und gelegentlich bereits einzelne nachgerüstete Fußbodenheizungskreise im Badezimmer.

Das klingt auf den ersten Blick ungünstig für eine Wärmepumpe. In der Praxis ist es jedoch häufig besser als erwartet – weil moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen auch bei moderat erhöhten Systemtemperaturen noch wirtschaftlich arbeiten können, und weil gezielte Anpassungen am Heizsystem oft günstiger sind als eine Komplettsanierung.

Schritt 1: Die Vor-Ort-Analyse

Jedes Projekt beginnt mit einem kostenlosen Vor-Ort-Termin. Wir schauen uns das Gebäude selbst an – nicht anhand eines Fragebogens, den der Eigentümer ausgefüllt hat.

Was wir dabei prüfen:

Am Ende des Termins haben wir ein konkretes Bild. Wenn eine Wärmepumpe in diesem Gebäude sinnvoll ist, sagen wir es – und erklären auch, welche Schritte vorab nötig wären. Wenn es nicht sinnvoll ist, sagen wir das ebenfalls.

Der Vor-Ort-Termin ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden danach, ob Sie weitermachen möchten – ohne Druck, ohne Verkaufsgespräch.

Schritt 2: Planung und Angebot

Nach der Analyse erstellen wir ein Angebot mit Festpreis. Keine Stundensätze, keine Überraschungen auf der Schlussrechnung. Was wir berechnen, kostet das – und nichts mehr, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern.

Das Angebot enthält:

Beim Fördermittel-Thema: Wir ermitteln den konkreten Anspruch und übernehmen den BAFA-Antrag für Sie. Stand 2026 gibt es eine Grundförderung von 30 Prozent, einen Klimageschwindigkeits-Bonus von 20 Prozent beim Ersatz einer alten fossilen Heizung, sowie weitere einkommensabhängige Boni. Die Höchstgrenze liegt bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten, die wiederum bei maximal 30.000 Euro gekappt sind. Konkret bedeutet das: bis zu 21.000 Euro staatliche Unterstützung. Wir erklären das im Gespräch genau – damit Sie wissen, was Sie tatsächlich bekommen.

Schritt 3: Die Installation

In einem typischen Projekt dauert die Installation zwischen zwei und vier Arbeitstagen, abhängig vom Umfang der Anpassungen am Heizsystem. Unser eigenes Team übernimmt alle Gewerke – von der Kältemittel-Verbindung über die Hydraulik bis zur Elektroinstallation und Regelungstechnik.

Wir achten dabei auf folgende Punkte, die in der Praxis oft unterschätzt werden:

Hydraulischer Abgleich: Ohne korrekten hydraulischen Abgleich läuft eine Wärmepumpe ineffizient – einzelne Räume werden zu warm, andere zu kalt, die Anlage taktet zu häufig. Wir führen den Abgleich standardmäßig durch, nicht auf Nachfrage.

Pufferspeicher-Dimensionierung: Ob und wie groß ein Pufferspeicher sinnvoll ist, hängt vom Gebäude ab. In vielen Altbauten mit guter Wärmespeicherkapazität in der Bausubstanz kann ein kleinerer Puffer ausreichen. Wir legen das situationsgerecht aus.

Warmwasser-Integration: Moderne Wärmepumpen wie die Daikin Altherma 4 beherrschen die Warmwasserbereitung integriert. Wir stellen sicher, dass die Legionellenschutz-Schaltung korrekt parametriert ist und Warmwasser zuverlässig und energieeffizient bereitgestellt wird.

Was passiert während der Installationsphase mit Ihrer Heizung?

Wir legen die Umrüstung so, dass die Heizunterbrechung minimal bleibt. In der Regel erfolgt der eigentliche Systemwechsel an einem Tag – davor und danach laufen Vorbereitungs- und Nacharbeiten, die die laufende Heizung nicht beeinflussen. In der Übergangszeit stellen wir, falls nötig, sicher, dass Sie warm bleiben.

Schritt 4: Inbetriebnahme und Einweisung

Die Inbetriebnahme ist kein Nebenschritt. Wir starten die Anlage gemeinsam mit Ihnen, prüfen alle Parameter, und stellen sicher, dass die Regelkurven zu Ihrem Gebäude passen. Eine falsch parametrierte Anlage läuft zwar – aber ineffizient.

Danach erklären wir Ihnen das System: Wie lesen Sie das Display, was bedeuten die Anzeigen, wann sollten Sie uns anrufen, und wann ist ein Verhalten der Anlage völlig normal. Keine Kurzeinweisung mit einer Bedienungsanleitung als Reclam-Heft – sondern bis Ihre Fragen beantwortet sind.

Was am Ende steht

Ein typisches Projekt in einem Altbau der Region endet nicht mit einer dramatischen Verwandlung, sondern mit einer Heizung, die zuverlässig läuft, günstiger im Betrieb ist als das alte System, und für die Sie keine Brennstofflieferungen mehr koordinieren müssen.

Viele Eigentümer berichten, dass sie die Umstellung schnell als selbstverständlich empfinden – was für uns das beste Zeichen ist. Eine gute Heizungsanlage fällt nicht auf. Sie funktioniert einfach.

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Gebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist, schauen wir es uns an. Rufen Sie uns an unter 089 41629205, oder starten Sie mit unserem Konfigurator als erste Einschätzung. Detaillierte Informationen zur Wärmepumpe im Altbau finden Sie auch in unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.


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